Mann und Frau Kräftigungsübung mit dem Theraband | Bildquelle: Volker Minkus

 

Bundesinitiative Sturzprävention (BIS)

Die Bundesinitiative Sturzprävention (BIS) ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen und Expert*innen aus dem Bereich der Sturzprävention, von Mitarbeiter*innen von Krankenkassen sowie von Sport- und Wohlfahrtsverbänden. Alle beteiligten Verbände oder Einzelpersonen verfügen über vielfältige wissenschaftliche Kenntnisse oder über praktische Erfahrungen in der Umsetzung von Sturzpräventionsmaßnahmen für ältere Menschen am Wohnort. Gemeinsames Ziel der Beteiligten ist es, die Umsetzung von ambulanten Sturzpräventionsgruppen zu fördern. Die Geschäftsführung liegt beim Deutschen Turner-Bund e.V., die Leitung haben Michael Schwenk (Netzwerk Altersforschung Heidelberg), Patrick Roigk und Michaela Groß (Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart).

Wie können Stürze verhindert werden?
Wenn man die Ergebnisse vieler Studien zu den Ursachen von Stürzen zusammenfasst, kann man sagen: Nur etwa 10 Prozent aller Stürze älterer Menschen sind allein durch äußere Kräfte oder äußere Umstände verursacht. Weniger als 10 Prozent der Stürze sind Folge eines Bewusstseinsverlust (Synkope, Schlaganfall, Epilepsie).

Der weitaus größte Teil aller Stürze beruht auf dem Verlust der Funktionsfähigkeit des Körpers, seine aufrechte Position im Raum zu erhalten (posturale Kontrolle). Es liegt also vor allem an der nachlassenden oder fehlenden Muskelkraft und an der nachlassenden Gleichgewichtsfähigkeit, dass ältere Menschen so häufig hinfallen.
Jeder ältere Mensch kann durch Muskeltraining in Kombination mit einem Gleichgewichtstraining aktiv etwas tun, um das Sturzrisiko ganz erheblich zu minimieren. Turnvereine und Turnverbände können mit qualifizierten Bewegungsangeboten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, die Häufigkeit von Stürzen bei älteren, zu Hause lebenden Menschen zu reduzieren." Turnvereine und Turnverbände streichen und den Satz mit "Qualifizierte Bewegungsangebote können einen entscheidenden Beitrag.